Automatik-Taschenuhren
Automatik-Taschenuhren
Automatik-Taschenuhren sind automatisch betriebene Taschenuhren, die mechanisch durch die Bewegung einer Feder mittels Rotor schrittweise selbsttätig aufgezogen werden.
Automatische Taschenuhren gibt es seit ungefähr 1770. Da das recht umständliche Aufziehen mittels damals benötigtem Schlüssel jedoch unpraktisch und die automatische Taschenuhr zudem sehr teuer war, setzte sich dieses System nicht richtig durch. 1922 änderte dies sich durch die Markteinführung der Automatik-Taschenuhren der Firma „Leroy“ aus Frankreich. Dieses Unternehmen fertigte die erste automatische Taschenuhr mit Automatikwerk, welches durch die Pendelschwungmasse angetrieben wurde.
Der britische Uhrenmacher John Harwood beantragte schließlich 1923 in der Schweiz das Patent für die automatische Taschenuhr und gilt seitdem als Erfinder dieser Uhrenautomatik. Als wirklich funktionstüchtige, automatische Taschenuhr zählt jedoch die 1931 von „Rolex“ gefertigte „Oyster Perpetual“. Ihr Werkprinzip wurde 1932 weltweit als Automatik-Taschenuhr anerkannt und auch in Deutschland in den 1950er Jahren von verschiedenen Manufakturen (wie „Junghans“ oder „Durowe“) verwandt.
Automatik-Taschenuhren erfreuen sich durch ihre einfache Handhabung ebenso großer Beliebtheit, wie durch ihren gleichmäßigen und zuverlässigen Lauf. Der größte Fortschritt in der Technik der automatischen Taschenuhren lag in der Gangautonomie: Sie bezeichnet die Zeitdauer der aufgezogenen Automatik-Taschenuhren, die das Uhrwerk ohne weitere Bewegung der Feder läuft. Automatische Taschenuhren laufen zumeist 35 bis hin zu 60 Stunden an einem Stück.
Natürlich gibt es aktuell eine weiterentwickelte Technik bei den automatischen Taschenuhren: Das so genannte Autoquarz-Uhrwerk. Es handelt sich hierbei um ein Quarzwerk, das seine Energie von einem Aufzugsrotor, der mechanisch angetrieben wird, speist. Bei diesem Antrieb wird kinetische Energie der Automatik-Taschenuhren zugeleitet und versetzt so den Aufzugsrotor, der exzentrisch ist, in Bewegung. Dieses Prinzip funktioniert wie das mechanische System, welches einen kleinen Generator in Gang setzt. Dieser so angetriebene Generator läuft sehr effizient – zumal er komplett aufgezogen fließt, bis er vollständig abgelaufen ist. Dies schon das Uhrwerk und garantiert eine lange Lebensdauer. „Seiko Kinetic“ (Japan) und „ETA Autoquarz“ (Schweiz) sind aktuell die führenden Hersteller solcher Systeme.
